Die EU ist Vorreiter bei KI-Standards, während Regierungen versuchen, Produkte wie ChatGPT zu regulieren

Die Europäische Union schafft einen Regulierungsrahmen für KI

Bei einem kürzlichen Treffen in Frankfurt, Deutschland, wurde das Emblem der ChatGPT-Anwendung von OpenAI auf technischen Geräten direkt neben dem Akronym „AI“ (Künstliche Intelligenz) enthüllt, was einen bedeutenden Moment in der Entwicklung dieser Technologie markierte.

#RAEconsultas Das Akronym „AI“ wird als Abkürzung für „künstliche Intelligenz“ verwendet. Im Spanischen sind die Akronyme in der Schrift unveränderlich: „die IAs“. 3/4

– RAE (@RAEinforma) 12. Mai 2023

Gesetzgebungsfortschritte für künstliche Intelligenz

Mit der Einigung auf zukunftsweisende Standards für den Einsatz und die Entwicklung künstlicher Intelligenz hat die Europäische Union einen entscheidenden Schritt getan. Dieses Ereignis verspricht, die erste große Gesetzgebung zur Regulierung dieser Technologie in der westlichen Welt zu werden.

Vertreter der wichtigsten EU-Institutionen verbrachten ganze Tage damit, Gesetzesvorschläge zu definieren und zu verfeinern. Ein Teil der Debatte drehte sich um die Regulierung generativer künstlicher Intelligenzmodelle, die für die Schaffung von Plattformen wie ChatGPT verantwortlich sind, und die Verwaltung biometrischer Identifikationstools, zu denen Gesichtserkennung und Fingerabdruck-Scanning gehören.

Nationale Positionen zur Regulierung

Trotz des Trends zu einem gemeinsamen Regulierungsrahmen haben Deutschland, Frankreich und Italien eine Präferenz für die Selbstregulierung generativer KI-Modelle gezeigt, was die Umsetzung von Verhaltenskodizes, die von Regierungen festgelegt wurden, anstelle einer direkten Gesetzgebung nahe legt.

In diesen Ländern gibt es Bedenken, dass eine strenge Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit Europas mit Technologiegiganten aus China und den Vereinigten Staaten einschränken könnte. In Europa gibt es in Deutschland und Frankreich vielversprechende Startups im KI-Bereich, etwa DeepL und Mistral AI.

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Das EU-KI-Gesetz: ein Präzedenzfall in der Regulierung

Bei diesem neuen Gesetzeswerk, dem EU-Gesetz zur KI, handelt es sich um eine beispiellose Initiative, die sich speziell auf künstliche Intelligenz konzentriert. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 2021 zurück, als die Europäische Kommission einen einheitlichen Rechts- und Regulierungsrahmen für KI vorschlug.

Das Gesetz klassifiziert KI in Risikostufen, die von „inakzeptabel“ – Technologien, die verboten werden sollten – bis zu solchen reichen, die als hohes, mittleres und geringes Risiko gelten.

Generative künstliche Intelligenz im Auge des Sturms

Generative KI wurde nach der öffentlichen Einführung von OpenAIs ChatGPT Ende letzten Jahres zu einem Thema von großem Interesse. Sein Erscheinen nach den ersten Vorschlägen der EU im Jahr 2021 hat die politischen Entscheidungsträger aufgefordert, ihren Ansatz gegenüber dieser Technologie zu überdenken.

Tools wie ChatGPT, Stable Diffusion, Bard von Google und Claude von Anthropic haben Experten und Regulierungsbehörden mit ihrer Fähigkeit überrascht, aus einfachen Fragen und großen Datenmengen anspruchsvolle, menschenähnliche Ergebnisse zu generieren. Sie wurden kritisiert, da sie befürchten, dass sie Arbeitsplätze ersetzen, diskriminierende Ausdrücke verbreiten und die Privatsphäre verletzen könnten.

Auswirkungen auf die Branche

Zur Veranschaulichung wurde das Potenzial generativer KI zur Optimierung von Auswahlprozessen in Branchen wie dem Gesundheitswesen und anderen möglichen Geschäftsanwendungen hervorgehoben.