Vater fordert künstliche Intelligenz, die auf Frieden und Brüderlichkeit abzielt

Papst fordert künstliche Intelligenz für Harmonie und Gemeinwohl

Geschrieben von: Júlia Silveira
Redaktion

Foto von Vandeville Eric/ABACA

Das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Franziskus, hielt im Rahmen des Weltfriedenstages 2024 einen öffentlichen Aufruf zum Thema „Frieden und künstliche Intelligenz“ ab. Die kürzlich veröffentlichte Erklärung enthält eine Reihe von Überlegungen, die in acht Hauptthemen unterteilt sind.

Intelligenz als Geschenk des Schöpfers an die Menschheit beinhalte die Möglichkeit, durch Wissen und Freiheit die göttliche Liebe zu erwidern, betonte der Papst.

In seiner Untersuchung betont der Papst den Beitrag des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts zur Organisation des gesellschaftlichen Lebens, der Freiheit und der Brüderlichkeit, der sich in der Entwicklung der Gesellschaft und positiven Veränderungen in der Welt niederschlägt.

Perspektiven und Herausforderungen, die die fortgeschrittene Wissenschaft mit sich bringt

Francisco gratuliert den Errungenschaften, die durch Wissenschaft und Technologie möglich geworden sind, und weist gleichzeitig auf die mit diesen Fortschritten verbundenen Gefahren hin, wie etwa die Risiken für das Überleben der Menschheit und des Planeten. Er betont die Notwendigkeit, die langfristigen Auswirkungen neuer Technologien zu berücksichtigen.

Der Papst ging auch auf Algorithmen und Datenerfassungssysteme ein, die das Verhalten zu Marketing- oder politischen Zwecken beeinflussen können, was relevante ethische Fragen aufwirft.

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Optimismus hinsichtlich der positiven Nutzung von KI

Laut Francisco versucht künstliche Intelligenz, die kognitiven Fähigkeiten des Menschen zu simulieren, und ihre Wirkung hängt weitgehend von der Art und Weise ihrer Entwicklung und den Absichten ihrer Schöpfer und Nutzer ab.

Der Papst warnt davor, dass der positive Beitrag der künstlichen Intelligenz von unserer Fähigkeit abhängt, Grundwerte zu respektieren und verantwortungsbewusst zu handeln und so friedlichen und altruistischen Zielen näher zu kommen.

Darüber hinaus wird der Vorrang der Menschenwürde und Brüderlichkeit als Grundlage für die Entwicklung und Bewertung neuer Technologien betont.

Grenzen der Technik abstecken

Der Papst betonte, dass das Bewusstsein für die menschlichen Grenzen unerlässlich sei, um die Fülle des Lebens als Geschenk zu empfangen, und wies auf die Risiken hin, die mit dem Fehlen dieser Grenzen verbunden seien.

Technologische Innovation weit entfernt von Militarisierung

Der katholische Führer äußerte besondere Besorgnis über die Integration modernster Technologien in den Rüstungssektor und betonte, dass die Welt keine Innovationen brauche, die den Waffenhandel ankurbeln.

Wissenschaft im Dienste von Bildung und integrativem Wachstum

Der Papst argumentiert, dass sich künstliche Intelligenz auf die Förderung einer umfassenden menschlichen Entwicklung, wesentliche Verbesserungen in der Landwirtschaft, Bildung und Kultur sowie auf die Steigerung der Lebensqualität, der menschlichen Brüderlichkeit und der sozialen Integration konzentrieren sollte.

Die Notwendigkeit einer internationalen Regulierung

Abschließend forderte Franziskus eine gemeinsame Anstrengung zur Schaffung eines internationalen Vertrags, der die Entwicklung und Nutzung von KI regelt und dabei die Perspektiven aller interessierten Parteien berücksichtigt, einschließlich derjenigen, die üblicherweise von Entscheidungsdialogen ausgeschlossen sind.

Im Zusammenhang mit dieser Forderung nach verantwortungsvoller Regulierung vermittelt der Papst tatsächlich eine vorherrschende Botschaft: die Schaffung einer friedlichen und brüderlichen Zukunft durch KI, die auf Gerechtigkeit und harmonischen Fortschritt ausgerichtet ist. Die Suche nach einer bewussten technologischen Entwicklung wird so zu einer Erweiterung des Rufs nach menschlicher Einheit und Solidarität.